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Weltbank erwartet höhere Preise

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Die Weltbank rechnet für 2027 mit steigenden Preisen für Agrarrohstoffe. Besonders bei Getreide werden kräftige Aufschläge erwartet. Höhere Produktionskosten, Wetterrisiken und Exportprobleme in der Schwarzmeerregion treiben die Märkte. Düngemittel dürften sich zumindest 2026 deutlich verteuern. Die Auswirkungen von El Niño schätzen die Weltbank-Experten weniger dramatisch ein.

Die Weltmarktpreise für Getreide und andere Agrarrohstoffe dürften nicht nur in diesem Jahr, sondern auch 2027 merklich zulegen. Davon geht die Weltbank in ihrem aktuellen Commodity Markets Outlook aus. Erwartet wird, dass der Agrarrohstoffpreisindex der Weltbankgruppe - ein zusammengesetzter Indikator für Lebensmittel, Getränke und Rohstoffe - in diesem Jahr leicht ansteigt; für 2027 wird ein weiteres Plus von 5% in Aussicht gestellt.  

 

Kräftig werden 2026 voraussichtlich die globalen Preissteigerungen bei Getreide ausfallen. Nach Einschätzung der Analysten wird es hier gegenüber 2025 einen Zuwachs von 14% geben; für 2027 wird ein weiteres Preisplus von 9% erwartet. Besonders deutlich dürfte der Weizenpreis zulegen. Als Gründe nennt die Weltbank Lieferstörungen aus der Schwarzmeerregion, ungünstige Witterungsbedingungen sowie höhere Produktionskosten. Auftrieb erwartet die Weltbank auch bei den Preisen für Ölsaaten und deren Verarbeitungsprodukten.

 

Düngemittel 2027 wieder günstiger?

 

Belastet werden die Agrarmärkte zudem von höheren Düngemittelkosten. Der Düngemittelpreisindex soll 2026 im Jahresvergleich um 14% steigen, wobei Harnstoff mit einem Plus von 21% besonders stark zulegen soll. Für 2027 geben die Marktexperten allerdings Entwarnung. Nach ihrer Einschätzung wird der Düngemittelpreisindex dann wieder um 12,4% sinken, vorausgesetzt, die Energiekosten sinken und der Zugang zu Vorleistungen wie Ammoniak und Schwefel verbessert sich.

 

Als größte Risiken für die weitere Preisentwicklung nennt die Weltbank anhaltende Einschränkungen der Exporte aus den Schwarzmeerhäfen, steigende Energiekosten sowie eine mögliche Verstärkung des El-Niño-Phänomens. Sollten diese Belastungsfaktoren zusammentreffen, könnten die Weltmarktpreise für Lebensmittelrohstoffe 2027 um weitere 12% über der Basisprognose liegen und sogar das hohe Preisniveau des Jahres 2022 überschreiten. Besonders gefährdet sind hier importabhängige Staaten in Nordafrika, dem Nahen Osten und Asien.

 

Auswirkungen von El Niño überschaubar

 

Allerdings dürften die Auswirkungen von El Niño auf die Preise für Nahrungsmittelrohstoffe insgesamt überschaubar sein, so die Weltbank. Die damit verbundenen Wetterereignisse dürften die Agrarproduktion an einigen Standorten beeinträchtigen, an anderen hingegen ankurbeln. Auch die insgesamt soliden Ernten bei wichtigen Kulturpflanzen könnten dazu beitragen, Preisanstiege einzudämmen. Trotz der eher moderaten Auswirkungen auf globaler Ebene sei aber nicht auszuschließen, dass es zu El-Niño-bedingten Preisspitzen an bestimmten Standorten komme. AgE

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