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Qualitätseinbußen drohen

|   top-news

Durch die bundesweit anhaltenden Regenfälle sind zunehmend die Getreidequalitäten in Gefahr. Während in Niedersachsen die Gerstenernte weitgehend abgeschlossen ist, stehen aktuell die Mähdrescher still und beim Weizen droht Qualitätsverlust. Im Verbandsgebiet des BLHV sind in der Rheinebene die Druscharbeiten weitgehend beendet. In den höheren Lagen stehen jedoch noch bis zu 90% der Getreidebestände. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hält an seiner Ernteschätzung von Mitte Juli fest.

 

Die anhaltenden Regenfälle gefährden zunehmend die Getreidequalitäten in Deutschland. Während in Niedersachsen nach Angaben des Landvolks die Gerstenernte noch rechtzeitig und mit guten Ergebnissen - der Durchschnittsertrag soll sich auf rund 77 dt/ha belaufen - abgeschlossen werden konnte, bremsen die anhaltenden Niederschläge die Mähdreschereinsätze aktuell aus.

 

Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für pflanzliche Erzeugnisse im niedersächsischen Landesbauernverband, Konrad Westphal, sind nun dringend drei bis vier trockene, warme Tage am Stück notwendig, damit Weizen und Raps ohne Qualitätsverluste geerntet werden können. Nach seinen Worten besteht besonders beim Winterweizen Zeitdruck. Die Backqualität könne nur gesichert werden, wenn er in den nächsten zwei Wochen gedroschen werde.

 

Westphal verwies in dem Zusammenhang auch auf die wirtschaftlich angespannte Lage auf den Höfen, die die Situation zusätzlich anspanne. "Die Erzeugerpreise sind derzeit so schlecht, dass nur mit Top-Ergebnissen kostendeckend gearbeitet werden kann", stellte Westphal klar.

 

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hält derweil aufgrund witterungsbedingt ausbleibender Druscharbeiten an seiner Ernteschätzung von Mitte Juli fest. Für die Landwirte sei es nun wichtig, dass sie das Getreide vom Halm bekämen, betonte der DBV gegenüber AGRA Europe.

 

Bis zu 90% der Getreideernte steht noch

Auch im Verbandsgebiet des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) drohen durch den anhaltenden Regen "massive" Qualitätseinbußen. Dem Verband zufolge konnte bislang vor allem in höheren Lagen wie der Baar, im Hegau oder dem Bodenseegebiet ein Großteil der Ernte nicht eingebracht werden. Vielerorts seien noch 70 bis 90% der Flächen unbearbeitet.

 

BLHV-Präsident Bernhard Bolkart sorgt sich angesichts sinkender Fallzahlen, abnehmender Proteingehalte und erster Auswüchse um die Backqualitäten der noch stehenden Getreidebestände. Besonders betroffen seien Weizen, Roggen und Hafer, vor allem in zuvor hagelgeschädigten Beständen. Auch notwendige Folgearbeiten wie die Stoppelbearbeitung oder die Aussaat von Zwischenfrüchten gerieten durch das Wetter ins Stocken.

 

Besser sieht es dem BLHV zufolge in der Rheinebene und anderen frühen Regionen aus. Dort sei die Ernte weitgehend abgeschlossen - mit guten Erträgen und Hektolitergewichten. AgE

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