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LSV kritisiert BMLEH und DBV

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Der Verband LSV kritisiert das BMLEH für dessen Liquiditätshilfen infolge der anhaltenden Trockenheit. Statt immer neuer Fördertöpfe aufzulegen, müsse der Staat Rahmenbedingungen schaffen, in der Betriebe gesichert wirtschaften können.

Der Verband Landwirtschaft verbindet Deutschland (LSV) kritisiert die Krisenmaßnahmen des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH) infolge der anhaltenden Dürre. Statt immer neuer, kurzfristig wirkender Hilfen brauche es eine Agrarpolitik, die Rahmenbedingungen schaffe, unter denen die Betriebe "selbstständig lebensfähig" seien, mahnt LSV.

 

In einem offenen Brief an die Bundesregierung fordert LSV, die Ursachen für die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft anzugehen. Zuvor hatte der Verband bereits den Deutschen Bauernverband (DBV) für dessen Forderungen nach Liquiditätshilfen kritisiert.

Betriebe wollen am Markt Geld verdienen

Nach Auffassung von LSV wollen die Landwirte nicht "von Förderperiode zu Förderperiode künstlich am Leben gehalten" werden, sondern ihr Geld "am Markt verdienen".

Dies wird nach Ansicht von LSV dadurch erschwert, dass die Betriebe im internationalen Wettbewerb mit Erzeugern konkurrierten, die unter niedrigeren Standards produzieren könnten, während die deutsche Landwirtschaft "mit immer neuen Verordnungen, Dokumentationspflichten, Kontrollen und bürokratischen Vorgaben belastet" werde.

Staat soll Vertragspflicht einführen

Der Verband fordert deshalb unter anderem weniger Bürokratie, verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine stärkere Marktposition der landwirtschaftlichen Betriebe.

Ganz ohne staatliche Eingriffe soll der Markt nach den Vorstellungen von LSV allerdings dann doch nicht auskommen. Jedenfalls würden die Positionen des Verbandes darauf hinauslaufen, dass beim Absatz und bei der Preisbildung die Betriebe deutlich von unternehmerischen Risiken entlastet würden.

So fordert LSV "verbindliche Verträge vor Beginn der Produktion", in denen Mengen, Abnahmebedingungen und Preise beziehungsweise nachvollziehbare Preisbildungsmechanismen feststehen sollen, bevor die Betriebe in Vorleistung gehen.

"Landwirte müssen bereits vor Aussaat, Anbau oder Erzeugung wissen, zu welchen Bedingungen ihre Produkte abgenommen werden und ob ihre tatsächlichen Kosten gedeckt sind", teilte der Verband dazu kürzlich mit. AgE

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