Wasserversorgung der Böden in Mitteldeutschland knapp

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Die Wasserversorgung der Böden in Mitteldeutschland ist infolge des trockenen Wetters der zurückliegenden Wochen bereits jetzt zu Beginn der Vegetationsperiode knapp. Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) wies am Mittwoch für Sachsen-Anhalt, den Süden Niedersachsens, den Norden Thüringens und den Westen Sachsens sowie für den Westen von Nordrhein-Westfalen und den Norden von Mecklenburg-Vorpommern einen Mangel an pflanzenverfügbarem Wasser in einer Bodentiefe bis 25 cm aus. Zum Teil wurde eine nutzbare Feldkapazität (nFK) von 30 %, ab der per Definition Trockenstress besteht, unterschritten. Regional besonders großflächig war das Gebiet mit einer nFK von nur noch etwa 20 % in Sachsen-Anhalt.

In den übrigen Teilen Deutschlands war die Versorgung mit pflanzenverfügbarem Wasser im Boden bis zu einer Tiefe von 25 cm dagegen den UFZ-Zahlen zufolge mindestens ausreichend. In Schleswig-Holstein und großen Teilen Niedersachsens sowie in Nordbayern und am Alpenrand wurden sogar nFK-Werte von etwa 90 % erreicht. Ähnlich schätzt der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Wasserversorgung der Böden in Deutschland ein. Er gibt allerdings die Ergebnisse seiner Modellberechnungen zur nFK in einer Bodentiefe bis 30 cm an, wobei er von einem Grasbewuchs auf der Fläche ausgeht.

Den DWD-Zahlen zufolge wird die nFK zum anstehenden Wochenende in der Kölner Bucht, im Rhein-Main-Gebiet und verbreitet in Sachsen-Anhalt und Brandenburg unter den Wert von 50 % fallen, womit Trockenstress beginnt. Der mit rund 30 % niedrigste Wert soll im nordöstlichen Harzvorland erreicht werden. In den übrigen Landesteilen werden die nFK in einer Bodentiefe bis 30 cm unter Grasbewuchs meist zwischen 50 % bis 90 % veranschlagt. Werte von mehr als 90 % werden nur noch in den Mittelgebirgen erwartet, verbreitet in der Mitte und im Süden von Baden-Württemberg, in Teilen Nordbayerns sowie südlich der Donau. AgE

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