Klöckner ermöglicht wildschweinefreie Zone in Brandenburg

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Die Zahl der nachgewiesenen Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Ostdeutschland ist mittlerweile auf 142 gestiegen, davon einer in Sachsen und 141 in Brandenburg. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte, hat Ressortchefin Julia Klöckner mit einer ab heute gültigen Änderung der Schweinepestverordnung die kurzfristig erforderliche Ermächtigung geschaffen, damit in der "weißen Zone" auf eingezäuntem Gebiet alle Wildschweine erlegt werden können. Wegen Gefahr in Verzug wurde diese als Dringlichkeitsverordnung erlassen und soll den zuständigen Behörden vor Ort Rechtssicherheit geben, wenn nicht nur die verstärkte Bejagung, sondern die möglichst komplette Auslöschung des Schwarzkittelbestandes angeordnet wird.

Die "weiße Zone" wird dem Ministerium zufolge derzeit in Brandenburg um das Kerngebiet des Ausbruchsgeschehens eingerichtet. Konkret handelt es sich um einen etwa 5 km breiten Streifen, der das Kerngebiet wie einen Halbkreis bis an die Grenze zu Polen umschließt. Sie soll mit zwei festen Drahtzaunreihen - einem äußeren und einem inneren - gesichert werden. Der Bau des äußeren Zauns hat bereits begonnen. Sobald beide Zaunreihen fertiggestellt sind, soll der Wildschweinbestand im Zwischenraum, also der "weißen Zone", möglichst vollständig erlegt werden, um so das Risiko einer möglichen Weiterverbreitung des Virus in bisher ASP-freie Gebiete zu minimieren.

Nach dem Auftreten der ASP in Brandenburg kommt das Bundesland der Empfehlung des EU Veterinärnotfallteams (EUVET) nach, solch eine "weiße Zone" einzurichten. Es könne somit - wie geplant - ab Mitte November mit den Maßnahmen zur Bestandsreduzierung der Wildschweinepopulation in diesem Gebiet beginnen, teilte das Berliner Agrarressort mit. Brandenburg selbst zahlt seit gestern eine Abgabeprämie für erlegtes und nicht vermarktungsfähiges Schwarzwild aus den ASP-Pufferzonen. Diese beläuft sich auf 30 Euro für Tiere bis 30 kg, darüber gibt es 50 Euro. Für die Abgabe der Wildschweine wurden Sammelstellen eingerichtet, wo die Tiere auf ASP beprobt und anschließend unschädlich beseitigt werden. Die bereits bestehende Erlegungsprämie von 50 Euro je Stück über den Streckenzahlen des Referenzjahres 2015/16 wird auch für die abgegebenen Tiere weiter gezahlt. AgE

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